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Geert Westphal - Bewegte Bilder |
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Geert Westphal (1956 Windhoek, Namibia geboren) durchstreift als Flaneur öffentliche Orte dieser Welt. Wenn ihn eine Szene interessiert, holt er seine Videokamera hervor und nimmt eine zwei bis dreiminütige Sequenz auf. Wie ein Auge wandert die Kamera, sie tastet die Szene ab. Durch die Beobachtung verändert sich das Geschehen: Westphal, der Mann mit der Kamera nimmt wahr, nimmt auf, aber er inszeniert nicht. Im Moment des Filmens ist er Teil der Szene. Ein anderer Teil sind die Menschen, die auf ihn reagieren. Aus der gefilmten Sequenz komponiert Westphal das Bild. Die zeitlich verschobenen Fragmente (Videoframes) verbinden sich zum Bild eines neuen Raumes. Ein Zeitablauf wird zur Gleichzeitigkeit. Die gleiche Person kann sich etwa in verschiedenen Augenblicken begegnen oder der leere Raum konfrontiert sich mit der Erinnerung an einen gerade entschwundenen Menschen. Präsenz-Abwesenheit. Anders als in der Fotografie spielt die Zeit eine Rolle. Sie wird aufgefächert. Westphals Kompositionstechnik erinnert an die großen Tafelbilder. Video und Malerei werden miteianander versöhnt. Dritter Schritt in Westphals Arbeit ist die Wahl des Materials, auf dem sie sich der Welt präsentiert. Aus der streng durchdachten und gestalteten Komposition entstehen nun farbenstarke Bilder, die auf großformatigen Leinwänden ihre magische Kraft entfalten. Sie verführen den Betrachter, lange bei ihnen zu verweilen und die Augen wandern zu lassen.
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